Tiergeschichten

Liebe Tierfreunde,

auf dieser Seite erzählen wir Geschichten von Tieren, denen wir geholfen haben oder versucht haben zu helfen. Auch Gedanken, Gedichte, alles was den Tieren zu Gute kommt, soll auf dieser Seite veröffentlicht werden. Wir möchten alle Tierfreunde dazu ermuntern , uns ihre eigenen Geschichten, und, oder, Gedanken zu senden, damit wir sie auf dieser Seite einbinden können.

Ein Mensch kann einem Menschen Leid zufügen, das ist schlimm, aber dennoch kann ein Mensch sich gegen Ungerechtigkeit wehren, zumindest kann ein Mensch sich verbal äussern  wenn ihm etwas nicht passt.
Ein Tier dagegen ist uns ,, Herren der Erde,, schonungslos ausgesetzt, einmal in unserer Gewalt gibt es kein Entrinnen mehr! Sogar der gefürchtete Hai ist in Gefangenschaft nur noch ein Schatten seiner selbst und dem Menschen hoffnungslos ausgeliefert.
Es ist unsere Verantwortung, unseren Planeten mit seiner Artenvielfalt und Mannigfaltigkeit  mit Respekt zu behandeln, und da die Tiere nicht reden und rebellieren können, brauchen sie Menschen die mit ihnen fühlen und  für sie sprechen!
Und das wollen wir mit unseren Geschichten tun:
Eselgeschichte    Hotdog  Liebesbrief an einen Wilden Vogel

Der Bulldozer

Der Umzug

Der Bulldozer

Fast sechs Jahre wohnen wir nun schon in Mubarak I, Nummer 13/14, und als wir einzogen, waren erst vier Wohnungen im Block bewohnt. Hinter dem Haus gab es ein Wasserreservoir, um das die Regierung eine Steinbordüre gebaut hatte. Wir bauten eine zweite im Inneren der Umrandung und pflanzten dort Bäume und Grünes.

Eigentlich ging es dann auch schon los mit dem Tierschutz und immer mehr Tiere kamen in kurzer Zeit. Wir bauten einen Zaum um die Bordüre und schon hatte ich Platz und Auslauf für zehn Hunde sowie eine gemütliche Ecke zum Grillen. Die Katzen waren schon damals nur im Haus. Gegen das zeitweilige Bellen der Hunde bewährte sich die Wassertherapie: Sowie einer der Hunde loskläffte, sprayten wir ihn mit einem Sprutz Wasser an und gaben ihm das Kommando still zu sein. So hatten wir eine wirklich idyllische Ecke für Mensch und Tier. Aus dem immer noch fast leeren Gebäude kamen keinerlei Beschwerden.

Doch wie es leider so ist im Leben, waren die Missgünstigen dann doch nicht weit. Die Regierung begann, Wohnungen an mittellose Menschen zu verschenken, und damit begannen unsere Probleme. Vielen Leuten waren die Hunde ein Dorn im Auge und somit ein guter Vorwand, uns zu schikanieren. Küchen- und Hausmüll, voll geschi.... Pampers, brennende Zigaretten und Steine flogen auf uns. Einmal konnten wir nur mit knapper Not einen Hausbrand verhindern. Als wir einigen Mietern nicht gestatteten, ihre hässlichen Wassertanks vor unser Wohnzimmerfenster zu stellen, mussten wieder die Hunde herhalten. Und so kam der Tag, an dem die Polizei mit Bulldozer und Gewehren vor  meinen Hunden stand, um sie zu eliminieren und das Gelände einzuebnen. Ich war zu der Zeit noch für drei Tage in der Schweiz, als mich per Telefon die Nachricht erreichte, dass man unsere Hunde erschiessen will. Glücklicherweise konnte mein Mann die Herren überreden, vorerst wieder abzuziehen.

Umgehend begann mein Mann, eine Zwischenlösung für die meisten unserer Hunde zu suchen, und er fand tatsächlich ein Gelände, wo wir ein Provisiorum errichten konnten. Unser Versuch, von der Regierung Land für den Bau eines Tierheims zu kaufen, war nämlich in den letzten zweieinhalb Jahren erfolglos geblieben.

Immer noch hatten wir allerdings drei Hunde bei uns in Mubarak I, und so dauerte es auch nicht lange, bis der Bulldozer wieder vor unserem Haus stand. Unsere Besucher hatten eine Verfügung, den Zaun abzureißen, was dann auch schnellstens geschah. Sogar die staatlich erbaute Umrandung wurde teilweise abgetragen. Gottseidank sind wenigstens die Bäume stehen geblieben. Die Hunde waren glücklicherweise im Haus. Natürlich war die ganze Aktion mit einem Menschenauflauf und viel Gezeter verbunden. Am Ende durfte ich dann auch noch LE 400.- für den Bulldozer bezahlen.

Nun hatten wir nur noch ein kleines Mäuerchen um das Wasserreservoir und eine kleine eingezäunte Ecke als Garten. Doch da wir uns nach wie vor weigerten, große Wassertanks vor unseren Fenstern aufstellen zu lassen, kamen unsere Besucher erneut wieder, diesmal mit Steinschlägern, um das restliche Mäuerchen kaputt zu machen. Ausgerechnet an dem Tag war mein Mann nicht zu Hause. So setzte ich mich dann auf die Mauer und sagte den Beamten, dass sie das Mäuerchen schon durch mich hindurch kaputt machen müssten, ich auf keinen Fall weggehen würde und außerdem erst einmal die schriftliche Erlaubnis zur Zerstörung des Gartens sehen wolle. Und siehe da, es konnte mir keine gezeigt werden. Da wurde mir klar, dass wir durch Korruption gemobbt werden sollten. Ich sagte den Herren noch, dass sie doch lieber einmal die Gärten meiner Nachbarn aufräumen sollten, da sie dort noch nie, bei uns aber schon zweimal gewesen waren. Seither haben wir Ruhe. Mal sehen, wie lange noch.

Der nicht eingezäunten Garten aber hat auch  sein Gutes: Die Wasserbecken unserer Hunde dienen den Wildhunden aus der Umgebung nun als willkommene Tränke. 

Wir geben nicht auf!

Moni

Der Umzug

Ich sitze wieder einmal in der Schweiz  und bin am Packen bzw. Umpacken, da ich wie üblich zuviel Gepäck für Ägypten habe. In nur 3 Tagen geht es nach einem viel zu kurzen Aufenthalt wieder nach Hurghada. Also packe ich ein und aus und sortiere um. Halsbänder, Medikamente, Decken, Näpfe, Spielzeug  für Kinder und Tiere, nicht zu vergessen den Bohnenkaffe, den unsere Volontäre so gern bei uns trinken.

Da kommt ein Anruf aus Hurghada von meinem Mann Salah: Die Polizei steht mit 30 Mann und Gewehren vor dem Garten und will unsere 10 Hunde eliminieren. Ein missgünstiger Nachbar, dem wir untersagt hatten, seinen Wassertank direkt vor unserem Wohnzimmerfenster zu bauen, hat ein paar Hausbewohner aufgestachelt, Anzeige zu erstatten. Durch Beziehungen und Geld unter dem Tisch stehen sie nun da, die bis an die Zähne bewaffneten Ordnungshüter, und wollen den Garten räumen. Glücklicherweise besitzt mein Mann recht viel Überzeugungskraft und er kann die Polizisten überreden, ihm ein paar Tage Aufschub zu gewähren.

 

So beginnt er, nach einem eingemauerten Gelände Ausschau zu halten, das nicht direkt neben Wohnhäusern liegt, und schnell wird er fündig. Er organisiert ein paar Helfer und beginnt umgehend, Gehege für die Hunde zu bauen. Schon am folgenden Tag sind alle Hunde wohlbehalten dort.

Zwei Tage später komme ich voller Sorge in Hurghada an – und bin total erstaunt, wie schnell mein Mann das alles organisiert hat. Hut ab und vielen Dank!!!

 

Leider hat mein lieber Mann allerdings eine Kleinigkeit vergessen, nämlich dass Hunde gern graben. Und so kommen wir am Gelände an und es herrscht ein heilloses Chaos: Alle Hunde laufen durcheinander, glücklicherweise friedlich und wohlbehalten.

Nun müssen unsere Helfer wieder her. Gemeinsam graben wir die Zäune ausbruchssicher ein, kaufen ein paar Pflanzen, legen Sonnendächer, eine Sitzecke und einen kleinen Tümpel an. So gefällt uns unser Provisorium ganz gut, und schließlich soll es ja auch halten, bis wir eigenes Land von der Regierung kaufen können.

 

Die Gehege sind großzügig angelegt, aber irgendwie zu leer und eintönig, denn die Tiere brauchen eigentlich etwas Abwechslung. Da habe ich eine geniale Idee! Überall am Straßenrand liegen alte Autoreifen herum. Also mache ich mich mit einem jungen Mann auf den Weg, um sie einzusammeln und wir beladen unseren Jeep mit jeder Menge LKW- und Autoreifen. Aufeinandergeschichtet und mit Sand gefüllt ergeben sie ein tolles Podest, nebeneinander aufgereiht kleine Höhlen und Schlupfwinkel. Ein wunderbar abwechslungsreicher Spielgarten ist geschaffen.
Die Anwohner allerdings, die uns beobachtet haben, sind wohl leicht erstaunt: Eine Ausländerin sammelt alte Reifen, das muss doch etwas zu bedeuten haben, womöglich eine unbekannte Geldquelle??? Am nächsten Tag auf jeden Fall findet sich kein einziger Reifen mehr am Straßenrand.
Trotz des gelungenen Umzuges habe ich nun aber Bedenken, die Hunde allein zu lassen. Wir versuchen, einen “Bawab” (sprich: Bauäb), eine Art Hausmeister, zu finden, doch das ist nicht einfach, denn er soll Hunde und nicht Häuser bewachen, und Hunde sind generell nicht gerade die Lieblingstiere der meisten Ägypter. Gottseidank finden wir Gäber, einen Mann um die 50, der sich einverstanden erklärt, in einem Raum bei den Hunden zu wohnen. Er ist in der Tat ein Glückstreffer mit einem guten Draht zu den Tieren. Besser als er könnten wir die Hunde auch nicht hegen und pflegen. Er hat ein Auge auf die scheuen, die unterdrückten und die aufmüpfigen Tiere, und wir können endlich wieder ruhig schlafen: Die Hundegruppen sind ideal zusammen gestellt und Gäber hat alles unter Kontrolle.

Leider haben wir weder Wasser noch Strom am Gehege. Deshalb koche ich das Hundefutter zu Hause und bringe es zusammen mit frischem Wasser jeden Morgen dorthin. Mit unseren fleißigen Volontärinnen gehen wir gruppenweise mit den Hunden spazieren. So lernen die Tiere gleich, an der Leine zu gehen, “Platz” zu machen und zu kommen, wenn wir sie rufen (was recht häufig klappt).

Oft haben wir auch Feriengäste, die uns besuchen. Wir nehmen sie gleich am Morgen mit zum Füttern und Spazierengehen. Denn so bekommen sie einen reellen Eindruck von unserer Arbeit. Immer wieder füttern wir auch noch ein paar Wildhunde, um sie ein wenig an uns zu gewöhnen. Sie sind dann einfacher einzufangen, wenn wir sie kastrieren wollen, denn unsere Ziel ist es nicht, die Hunde einzusammeln und weiter zu geben, sondern nach wie vor, die Tiere zu kastrieren, zu impfen und zu registrieren, damit sie sich nicht unkontrolliert weiter vermehren. Nach der Prozedur werden sie dann dort freigelassen, wo wir sie aufgelesen haben. Es ist immer eine wahre Freude, die Wildhunde gesund und munter durch die Wüste ziehen zu sehen, denn vier Jahre in Freiheit zu leben ist doch schöner als zehn Jahre im Tierheim oder an der Leine verbringen zu müssen. Deshalb nehmen wir auch nur Tiere unter zwölf Monaten auf, die keine Überlebenschancen haben, weil sie verletzt sind oder ihre Mutter verloren haben. Für diese Tiere suchen wir dann ein liebevolles Zuhause.

 

Wenn Ihr Weg Sie nach Hurghada führt, dann besuchen Sie uns doch einmal und schauen sich unsere Tiere an. Wir suchen auch immer Reisepaten und Menschen, die unsere leeren Hunde- und Katzenboxen aus Europa wieder mitbringen. Tierschutz heißt nicht nur, sich zu informieren, sondern auch, aktiv mitzuhelfen. Und wir sind für jede Hilfe dankbar.
 

Der Esel

Eines Tages bekam ich den Anruf, dass ein herrenloser Esel gefunden wurde, sofort machte ich mich auf den Weg zu dem armen Tier.
Mein Hausmeister, der meine Aufregung mitbekommen hatte, bot sich an mich zu begleiten, also fuhren wir zusammen zu dem angegebenen Ort.
Als wir den halb verhungert und verdursteten Esel sahen, war mein Hausmeister sehr geistiggegenwärtig und rief:,, Das ist ja mein Esel !,, das war ein Trick damit niemand Anderes den Esel als sein Eigen nennen konnte. 3 Tage irrte das arme Tier herum, bis sich der Mann , der mich anrief, seiner annahm ihn festband und ihn notdürftig versorgte.

Also nahmen wir den Esel mit, natürlich durfte er sich bei uns erst mal so richtig voll fressen und sich von seinen Strapazen erholen.
Nun stellte sich die Frage, wohin nur mit dem Grauen ? Er sollte ja in gute Hände kommen!
Da hatte ich eine Idee ! 
Die Beduinenfrauen in der Wüste müssen jeden Tag 3 km zu ihrer Wasserstelle gehen um dann mühsam das Wasser auf ihren Köpfen zurück zum Lager zu tragen. Welch eine Erleichterung währe es doch für die Frauen ein Lastentier zu haben.
So verfrachteten wir den Esel auf einen Pickup und fuhren ihn in die Wüste, welch eine Freude! Die Beduinenfrauen wahren wirklich sehr glücklich über das vierbeinige Geschenk, dass ihnen ihre Arbeit um einiges erleichtern würde. Und, dass sie so einen wertvollen Gehilfen auch gut ernähren und freundlich behandeln werden steht wohl ausser Frage.
Das Happy End!

von Monika

Hotdog
Es war ein mal ein Mops der stahl dem Koch ein Ei, da nahm der Koch ein Beil und hieb den Mops entzwei, da kamen viele Möpse...........
Fast jeder kennt dieses unsinnige Lied, aber wer stellt sich bei diesem Lied vor, wie der Mops aussieht, nach der Bekanntschaft mit dem Beil? Ich kann es mir jetzt sehr gut vorstellen!
Ich bin Tanja und das ist meine Geschichte:
Es war an einem Donnerstag, ich hatte gerade meinen Onkel zum Flughafen gebracht und meine kleine Tochter bestand darauf,  auf dem Rückweg unbedingt bei ihrer Freundin am Ende der Sherrystreet in Sakalla vorbei zu schauen. 
Das wurde für uns das grosse Grauen und für einen Hund die Rettung ! 
Wir waren gerade auf dem Weg in den ersten Stock als wir die arme Kreatur auf einem Fussabstreifer  liegen sahen, mit grossen traurigen Augen sah uns der junge Hund um Hilfe bittend an, mir steigen jetzt noch, beim schreiben dieser Geschichte, die Tränen in die Augen.
Was ich sah erfüllte mich und auch meine Tochter mit entsetzen ! Das furchtbar abgemagerte Tier hatte im Genick eine tiefe klaffende Wunde, für mich sah es so aus als könnte ich sogar die Wirbelsäule sehen, auch weiter unten am Rücken war noch ein Einschnitt, so genau konnte ich gar nicht hinschauen.
Ich rannte förmlich in den ersten Stock und bat meine Freundin sofort Monika anzurufen, die Retterin aller Tiere in Not, leider war Monika nicht in der Stadt und zu meiner eigen Schande muss ich gestehen, war ich mit der Situation total überfordert, der arme Hund sah so gruselig aus, dass ich ihn nicht genau anschauen konnte, geschweige denn anfassen.
Zu allem Übel  dazu, kam uns der Hund sogar noch ein Stück entgegen als wir uns wieder auf den Heimweg machten, wieder sah er uns um Hilfe bittend an und wieder erfüllten Ekel und Mitleid  mein Herz und ich verfluchte meine Unfähigkeit dem armen Tier zu helfen.  
Am nächsten Tag war der Hund wieder da, und zu meiner steigenden Verzweiflung war Monika immer noch nicht zu erreichen ! Erst abends als es schon zu dunkel war um in der abgelegen Gegend überhaupt noch etwas zu sehen nahm Monika endlich den Hörer ab und ich erklärte ihr was los ist.
Somit musste unser Patient noch eine Nacht ohne Nahrung und mit Schmerzen verbringen, bis am nächsten Morgen die Rettung nahte.
Monika war schon in den Startlöchern als sie den Anruf meiner Freundin bekam, dass der Hund wieder auf ihrer Fussmatte lag, somit ging alles ganz schnell. Es war für Monika überhaupt nicht schwer, den ausgezehrten Hund mit guten Zusprachen anzulocken und in eine Decke zu wickeln. 
Schnell brachte sie das arme Tier zum Tierarzt, der feststellte, dass die furchtbaren Wunden nicht von einem Beil stammten, sondern von heissem Öl !
Ist das nicht furchtbar? Wer kann so grausam sein, einem jungen, zutraulichem, freundlichem Tier so etwas anzutun? Die Menschen hier in diesem Land bezeichnen sich als Gottesfürchtig und auch der Koran schreibt vor, Tiere mit Respekt zu behandeln. Wo ist die Gottesfurcht dieses Menschen geblieben, der einem Tier soviel Leid zufügt ?
Zum glück stellte der Tierarzt fest, dass die Wunden schlimmer aussahen wie sie waren und das eigentliche Problem die Unterernährung der kleinen Hündin war. Also durfte sie sich nach ihrer ärztlichen Versorgung bei Monika so richtig satt fressen.
Nun ist die Kleine auf dem Weg der Besserung und braucht nur noch ein liebevolles Zuhause in dem sie sich von ihrem Trauma erholen, und beweissen kann was für ein toller Hund sie doch eigentlich ist.

von Tanja

Liebesbrief an einen Wilden Vogel
Ich habe ein paar bewegende Gedanken und Gefühle, die ich gerne mit euch  teilen möchte, weil es vielleicht manchen genau so geht wie mir, Menschen, die sich ärgern etwas nicht richtig bezähmen zu können. Ich habe den Brief an einen Vogel geschrieben aber ich denke man kann meine Gedanken auf jedes Tier beziehen.
Am  Anfang war ich sehr enttäuscht von meiner Mimi, der wilde, wachsame, unnahbare Vogel. Ich habe mich geärgert, weil dieser Geier so überhaupt gar nichts mit mir zu tun haben will. Immer wachsam fliegt sie sofort weg, wenn ich in ihre Nähe komme, selbst wenn sie in der Voliere ist und ich draußen bin verkrümelt sie sich sofort in die Ecke sobald ich mich nähere.

Toll! Und was soll ich mit so einem Vogel, dachte ich mir.

Und dann kam Bonnie zu mir, (als Partner für Mimi) gerupft, gestört, apathisch und mir aus der Hand fressend!

Ja mir aus der Hand fressend! Ich fand es toll, dass sie, im Fachgeschäft,  gleich ans Gitter kam und mir am Finger geknabbert  hat. Super die Zutraulichkeit das war es was ich wollte. Klar kann ich mich auch noch als Retter des armen zerrupften Vogel aufspielen, aber ich hätte sie auch als gesunden Vogel genommen.

Nun habe ich Mimi und Bonnie oder besser gesagt: Tag und Nacht!

Mimi die Wilde, ein wunderschöner Vogel, sein Gefieder liegt an und schimmert wie eingeölte Muskeln bei einem Bodybuilder. Ihr Blick ist, unbezähmbar, natürlich, wachsam, ihre Bewegungen, präzise, gewollt, akrobatisch.

Mimi! Ich liebe dich, weil du ein eigenwilliger, wilder Vogel bist, unverfälscht und ich dich beobachten kann als Vogel, nicht als ein vom Mensch getrimmtes Kuscheltier, du bist wie der Mond und die Sterne unerreichbar aber faszinierend anzusehen und ich werde nicht versuchen dich zu ändern.

Bonnie, die oder der Gezähmte hat es mich gelehrt, was tun wir Menschen den Tieren an?

Es ist toll Kontakt mit den Tieren zu haben, aber wir sollten es ihnen selbst überlassen den Kontakt zu uns zu knüpfen oder auch  nicht, ihnen in Gefangenschaft genug Freiraum zu geben sich Selbst zu entfalten.

Natürlich spiele ich weiterhin mit Bonnie und freue mich auch an ihrer Nähe zu mir, denn ich bin und bleibe ein Mensch.

 Wie stand es da? Und macht euch die Erde untertan!

 ( Gab es dazu auch eine Gebrauchsanleitung? Und wenn wo ist sie ??!!! )

von Tanja